Gedanken und Musik zum Sonntag: Österlich leben

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An Ostern ging es
um Leben und Tod und Leben
- in dieser Reihenfolge.
Es geht um die Auferstehung!

Und ja: Ich glaube an die Auferstehung
- ich vertraue darauf!
Ich hab sie schon erlebt!




Nachösterliche Musik von Esther Lenherr, auch zum Mitsingen:


Die nachösterlichen Gedanken auf Youtube:

Frank Lehmann
Ob es ein Leben
nach dem Ende dieses Lebens gibt,
weiss ich natürlich auch nicht.
Das überlasse ich einfach mal dem,
der das Leben schenkt.
Er wird schon wissen,
was er nach dieser Zeit damit macht.
***
Aber mir geht es um das Leben VOR dem Tod!

Ja, gerade da brauchen wir Auferstehung!
***


Es gibt nämlich schon zu Lebzeiten
viele kleinere und grössere Tode.
Oft sind sie
mit viel Leid und Schmerz verbunden:

? Was meine ich
mit den vielen Toden zu Lebzeiten?

> Da zerbricht eine Freundschaft,
da endet eine Beziehung.
Ich stehe vor Trümmern –
Hoffnungen und Träume sind gestorben.

> Da strenge ich mich an,
um mein grosses Ziel zu erreichen,
und immer wieder scheitere ich
- da sind nur noch Sackgassen.

> Da spüre ich,
dass der Zug ins Glück ohne mich abfährt
- immer wieder steh ich nebendran
und schaue nur zu.

> Da habe ich mich
schuldig gemacht an meinen Mitmenschen
und nun steht diese Schuld
wie ein Fels zwischen uns.

So stehen viele Gräber mitten im Leben:
So Vieles ist gestorben und tot.
***
Und der schwere Stein, der vor dem Grab liegt, sagt mit fester Stimme:

‚Vergiss es! Das ist halt so.
Das war schon immer so.
Da kann man nichts machen. Tot ist tot!
Für den bist Du längst gestorben
- da gibt es nichts zu retten!‘

Das sind Worte des Todes!
***
Wenn aber die Gräber in meinem Leben
das letzte Wort haben, lebe ich tödlich.

Ich möchte aber österlich leben -
damit rechnen,
dass das auferstehen kann,
was bereits gestorben scheint!
***


Auferstehen darf das,
was zerbrochen und gestorben ist:

So vertraue ich darauf,
dass wir nicht nur schuldig werden können,
sondern dass wir
einander manchmal auch vergeben können.

Ich vertraue darauf,
dass wir nicht nur scheitern können,
sondern dass da auch Menschen sind,
die auch im Scheitern
treu zu uns stehen und uns Mut machen
bis wir dann wieder aufstehen
und das Ding packen.

Und ich vertraue darauf,
dass auch der Mensch,
der immer nebendran steht und nie dabei ist,
dass auch der irgendwann
erkannt wird in seinem Wesen,
dass ihm jemand
den Arm um die hängenden Schultern legt
und ihm sagt, was auch Gott zu ihm sagt:
'Schön, dass es Dich gibt - ich freue mich,
Dich kennen zu dürfen
und mit Dir ein Stück weit unterwegs zu sein!'
***
Auch Sie werden wohl
den ein oder andern Moment kennen,
wo Ihnen
das Wasser bis zum Hals stand oder steht,
eingetaucht in den Tod.

Nun wünsche ich Ihnen wie auch mir,
dass wir österlich leben und darauf vertrauen,
dass wir
auferstehen können und auferstehen werden.

Immer wieder,
immer wieder,
wenn etwas Wichtiges
gestorben und verschüttet ist.

Geben Sie den Stimmen
aus den Gräbern unseres Lebens keine Kraft.
Wir leben nach Ostern!
Mit der Auferstehung!
***


Und vertrauen Sie
nicht nur für sich selbst
auf solche Auferstehungen mitten im Leben.

Vertrauen Sie
gerade auch für Ihren Mitmenschen darauf!

Denn gerade dann,
wenn ich besonders tief getaucht bin,
brauche ich einen Menschen,
der für mich vertraut
– weil ich es selber nicht mehr kann!

Zeigen Sie es ihm/ihr
- lassen Sie es ihn/sie spüren:
‚Ich schreibe Dich nicht ab!
Denn Du wirst wieder auferstehen!‘

So werden Sie zum Boten oder zur Botin
des österlichen Lebens,
Und das ist ein wunderbare Aufgabe!

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