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Verantwortlich für diese Seite: Salome Probst
Bereitgestellt: 05.09.2025

Frauegrüppli - Ab in Schtolle

Ab in Schtolle1 (1) (Foto: Eveline Käshammer)
Neun mutige und abenteuerlustige Frauen unternahmen eine Reise der besonderen Art. Wir tauchten für einen Abend lang nämlich ein in die Welt der Bergwerkarbeiter.
Salome Probst
Nach einem äussert informativen und lehrreichen ersten Teil (wir fühlten uns mal wieder so richtig wie Schülerinnen!), wurden die Helme montiert und da und dort ein «Angstbisi» (oder so) gemacht. Mit einem in kurzer Zeit angehäuften Wissen bepackt über das Material, das hier abgebaut wurde (Kohle), die Arbeitsbedingungen (hart, aber im Grunde genommen ziemlich fair), einem geschichtlichen Abriss über das Bergwerk Käpfnach sowie einer Übersicht über den Aufbau desselben, machten wir uns auf den Weg zum Stolleneingang. Jetzt begann das Abenteuer so richtig.
Nur geduckt liess es sich gehen und ganz schnell wurde klar, dass die Helme einen äussert wertvollen Beitrag zum Wohlbefinden beitragen. Die Stollengänge sind teils sehr schmal, teils sehr niedrig, manchmal beides gleichzeitig. Mit einem Züglein gings dann etwas zackiger vorwärts und wer es wagte, und einen Blick zurückwarf (sollte man eigentlich nicht. Das ist gefährlich!), sah acht glückliche Frauengesichter. Natürlich lernten wir auch im Stollen noch einiges dazu. Beni, unser Gruppenleiter, sorgte dafür. Wir wissen jetzt, dass im Stollen auch «fährt», wer läuft. Dass gutes «Wetter» (aka Luft) das Wichtigste ist. Dass man sich «Glück auf» zuruft. Wir wissen, dass die Steine an der Decke aus traurigen Gründen «Sargdeckel» heissen. Wir lernten die Heilige Barbara kennen, rochen den Schwefel und wissen jetzt, dass die Horgener Kohle gerade auch des Schwefelgehalts wegen nur mässig guter (also sogar eher ziemlich schlechter) Qualität ist.
Ja, und dann, irgendwann, kamen wir wieder aus dem Stollen ans Tagelicht, das schliesslich auch nicht mehr allzu hell war und «fuhren» dann auf verschiedenen Wegen nach Hause.

Das Frauegrüppli richtet sich an Frauen zwischen 20 und ca. 55 Jahren. Wer auch informiert sein will, lässt sich am besten in die WhatsApp-Gruppe eintragen und wendet sich dazu an Pfarrerin Salome Probst: 079 324 97 79.
Ca. im Abstand von zwei Monaten werden ganz verschiedene Aktivitäten angeboten: Wir unternehmen etwas miteinander und haben dabei auch reichlich Gelegenheit zum Austausch.
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05.09.2025
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Fotograf/-in
Eveline Käshammer