Aus dem (doch manchmal etwas chaotischen) Alltag (einer Zwillings- bzw. Dreifachmutter)

Chaos (Foto: Frank Lehmann)
Im Anfang war das Chaos – oder mit Heiligenschein und Besen durchs Haus ...
Salome Probst
Unsere Kinder sind kleine Reformierte.
Und weil wir Reformierten ja das Priestertum aller Gläubigen hochhalten, teilen ich und mein Mann unser Leben nun also mit zwei kleinen Priesterinnen und einem kleinen Priester.
Und ich kann Ihnen sagen: das ist ein ‘Lehrplätz’ sondergleichen.
Zum Beispiel erinnern mich die Kinder daran, dass eben am Anfang das Chaos war. Und nicht etwa die Ordnung, wie ich sie gerne hätte. Drum sieht die gute Stube, kaum sind die Kleinen wach, nicht mehr ganz so gut aus.
Nun denn: im Anfang war das Chaos. So war’s bei der Erschaffung der grossen Welt und ist’s ebenso in unserer kleinen. Und dann erst machte Gott Ordnung, wie ich heute und morgen Ordnung mache. Und jetzt kommt’s: Was ich alltäglich tue, ist also nichts anderes als die Nachahmung einer göttlichen Handlung! Seit dieser Erkenntnis gehe ich nun beschwingt und stolzen Hauptes mit meinem imaginären Heiligenschein treppauf, treppab durchs Haus. Reframing, nennt man das: einen Perspektivenwechsel vornehmen. Versuchen Sie es auch! So ein Heiligenschein trägt sich super. Viel Vergnügen!