Der klassische Gottesdienst

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Pfarrperson: Pfrn. Undine Gellner
Weitere Musik: Orgelwerke von Sigrid Karg-Elert, Bernhard Ruchti und Louis Vierne
Kollekte: Heks Flüchlingshilfe
Gottes Gesichter
Über Gott zu reden ist ein schwieriges Ding. Was können wir schon von Gott wissen? Machen wir uns nicht einfach Bilder nach unseren Möglichkeiten? Und verfügte nicht sogar Gott selber ein Bilderverbot? Die Alternative wäre, von Gott zu schweigen. Und tatsächlich gibt es christliche Strömungen, die Gott einzig im Schweigen zu finden glauben. Doch viele biblischen Zeugnisse reden davon, dass Gott nicht für sich bleiben will, sondern sich zeigt, um erkannt zu werden. Gott tritt also ein in die Bilderwelt der Menschen – immer wieder anders und immer wieder neu, damit kein einzelnes Bild dominiert. Einige dieser Bilder sollen in der diesjährigen Reihe betrachtet werden. Gott als der Schöpfer, der Leben erschafft und erhält; Gott, der sich als Mensch Jesus Christus an die Seite der Menschen stellt. Gott, der als Geistkraft in Menschen und zwischen Menschen wirkt. Und schliesslich Gott als der, der sich immer wieder auch entzieht und jenseits aller Bilder erfahren wird.
Jenseits aller Bilder begegnet uns auch die Musik. Musik, besonders im Gottesdienst, führt oftmals zu Gotteserfahrungen, ohne aber unsere Vorstellungen festzulegen – offen für eigene Interpretationen, offen für Wandlungen und Entwicklungen. Lassen wir uns überraschen von den Orgelwerken, die Esther Lenherr und Georges Pulfer für diese Gottesdienstreihe auswählen.

Der dritte Gottesdienst in unserer Reihe zu den Gottesbildern widmet sich dem Heiligen Geist. Pfingsten liegt noch nicht lange zurück – und die Pfingstgeschichte klingt noch nach: Mit Brausen und Feuerzungen werden die Jüngerinnen und Jünger vom Geist ergriffen, öffnen ihre Türen und gehen hinaus, um von ihrem Glauben zu erzählen. Der Heilige Geist ist offenbar das Gesicht Gottes, das Menschen bewegt, sich öffnen lässt, mutig macht – es ist aber auch schwer fassbar. Wie kann ich den Geist Gottes von anderen Geistern unterscheiden, die ebenfalls Menschen mobilisieren können? Und wo lässt sich der Geist Gottes heute entdecken?
Zur Musikwahl unserer Kirchenmusikerin Esther Lenherr:
Für die Musikwahl habe ich nach einem durchsichtigen und zarten Orgelstück gesucht – und dieses im „Clair de lune“ von Sigfrid Karg-Elert gefunden. Ja, es ist der selbe Komponist wie die Passacaglia über „Jesu, meine Freude“ vom zweiten klass. Gottesdienst 2021. Clair de lune ist harmonisch und klanglich sehr farbig und anschmiegsam gleichermassen. Es gibt keinen Mondenschein ohne den Sonnenschein. So hören Sie als weitere Komposition aus der späten Romantik vom französischen Orgelvirtuosen Louis Vierne aus seinen Suiten „hymne au soleil“. Natürlich ist hier viel mehr Leuchtkraft und Energie hörbar!
Und was brauchen wir, um für unsere Mitmenschen zum Licht werden zu können?


Twint-QR-Code-Solo (Foto: Fabio Reichelt)
Kontakt: Pfrn. Undine Gellner, 044 680 41 48

Der Klassische Gottesdienst

Es sind zur Zeit 100 Personen zugelassen. Mit der Anmeldung geben Sie uns auch die Kontaktdaten, die gefordert sind für den anschliessenden Kafitreff an der Wunderbar.

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