Jugendtreff

Für einen gemütlichen Abend unter Freunden mit einem breiten Angebot an Unterhaltungsmöglichkeiten, bietet der Jugendraum eine ideale Gelegenheit in einem geschlossenen Rahmen dem Alltag zu entfliehen. Der Jugendtreff ist jeden Freitag ab 20:00 bis 00:00 für alle geöffnet. Die Veranstaltungen im Jugendtreff finden ebenfalls am Freitag statt, so dass garantiert immer etwas los ist. Während den regulären Schulferien bleibt der Jugendtreff geschlossen. Ebenso finden keine Veranstaltunge statt.
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Rise Up Logo (Foto: Lucien Spielmann)

Jugendtreff

Der Jugendraum der reformierten Kirche Wädenswil richtet sich an Konfirmanden*innen, ihren Peers und Jugendlichen der Stadt Wädenswil vom 13 bis zum 24 Lebensjahr. Folgende lokale Angebote stehen ihnen zur Verfügung:

- Ping Pong
- Töggelikaste
- Billiardtisch
- Brett und Kartenspiele
- Küche
- Kühlschränke
- Chillout Lounge
- Playstation
- TV / Leinwand / Beamer
- Werkraum (Nach Absprache)
- Bandraum (Nach Absprache)

Konzept

1. Einleitung
Dieses Konzept beschreibt den Aufbau und die Organisation des offenen Jugendtreffs der Reformierten Kirchgemeinde Wädenswil. Es umfasst: inhaltliche Grundlagen, strategische Ausrichtung sowie die Mittel und Methoden der Jugendarbeit im Jugendtreff. Der Treff ist Teil eines breiteren Jugendangebots der reformierten Kirchgemeinde. Das Konzept dient als Leitfaden und orientiert über Ziele und Arbeitsweise der Jugendarbeit der Kirchgemeinde, ermöglicht die Qualitätssicherung und definiert die Arbeit nach aussen und innen. Das Verständnis von Offener Jugendarbeit vom Dachverband Offene Jugendarbeit Schweiz (DOJ) bildet die Grundlage des Konzepts.
Der Jugendtreff der Reformierten Kirche ist konfessionell offen und richtet sich an Jugendliche zwischen 13 und 25 Jahren.

2. Ausgangslage
In Wädenswil gibt es bereits vielfältige Angebote für Jugendliche in Vereinen und Gruppen. Auch die Kirchgemeinde bietet Lager und Aktivitäten für Jugendliche mit verschiedenen Interessen an.
Was bisher im Ort fehlte, ist ein offener Treff, wo sich Jugendliche ohne vordergründigen Zweck treffen und gemeinschaftlich Zeit verbringen können. Die Kirchgemeinde stellt Ressourcen zur Verfügung, einen solchen Treff zu führen. Dass ein Bedarf da ist, hat sich bereits durch die starke Frequentierung dieses Treffs erwiesen.

3. Trägerschaft
In der Reformierten Kirchgemeinde trägt die Kirchenpflege die letzte Verantwortung. Die Leitungsperson des Ressorts „Jugend und Familie“ ist direkte Ansprechperson für die Anliegen der Jugendarbeit und vertritt diese Anliegen im Kirchenpflege-Gremium. Sie wird unterstützt durch die Kommission „Jugend und Familie“, in der gewählte Mitglieder aus Kirchenpflege, Pfarrerschaft und Mitarbeiterschaft Einsitz haben.

4. Auftrag
Im offenen Jugendtreff begleiten und fördern wir Jugendliche in ihrer Entwicklung auf dem Weg in ein selbständiges Erwachsenenleben. Dabei sollen die Jugendlichen die Chance bekommen, sich partizipativ einzubringen und mitzuwirken. Sie sollen sich in Kirche und Gesellschaft wohl fühlen und sich partnerschaftlich einbringen und integrieren. Ressourcen und Potenziale werden dabei vor Defizite gestellt und die Erfahrungen lassen ein positives Selbstwertgefühl und Gefühl der Gemeindeverbundenheit entstehen.
Indem ihnen ein adäquates Lernfeld geboten wird, können sie ihre persönlichen Ressourcen erkennen und stärken und lernen, für ihr eigenes Verhalten und Handeln Verantwortung zu übernehmen. So können wirkungsvolle, dauerhafte Fertigkeiten und Fähigkeiten erlangt werden.
Ein weiterer wichtiger Auftrag liegt im kirchlichen Anliegen, jungen Menschen gastfreundlich einen Raum zu bieten, in dem sie ohne Vorbedingungen willkommen sind, so dass sie sich grundsätzlich innerhalb der Kirchgemeinde angenommen fühlen – dies soll theologisch gesprochen auch die bedingungslose Liebe Gottes zu den Menschen widerspiegeln. Die Sorgen, Nöte, Anliegen und Wünsche der Jugendlichen sollen ernst genommen, ihre Konflikte und Irritationen begleitet werden.

5. Zielgruppe
Der offene Jugendtreff richtet sich primär an alle interessierten Jugendlichen von 13-25 Jahren unabhängig von ihrer Nationalität und sozialen Herkunft. Jugendliche aus der Gemeinde Wädenswil stehen dabei im Fokus. Reformierte Jugendliche (Konfirmandinnen und Konfirmanden) werden dabei gezielt eingeladen und eingebunden, andere Interessierte, die sich einfinden, werden willkommen geheissen.

6. Ziele
Die Ziele des offenen Jugendtreffs ergeben sich aus den zugrundeliegenden Leistungen und den erhofften Wirkungen bei den Jugendlichen.
Es sollen zunächst die Leistungen aufgezählt werden:
6.1. Leistungen:
• Beziehungsarbeit
Im offenen Jugendtreff ist Beziehungsarbeit die Grundlage der Arbeit mit den Jugendlichen. Aus dem daraus gewonnenen Vertrauen entstehen gemeinsame Projekte und gemeinschaftliches Unterwegs-Sein.
• Offener Treff
Der Treff ist Freiraum und Verweilangebot für Jugendliche ohne Konsumationszwang. Punktuell geschieht animatorische Interaktion. Es gibt Möglichkeiten der Partizipation in der Raum -und Aktivitätsgestaltung.
• Jugendspezifische Angebote und Projekte
Gemeinsam mit den Jugendlichen werden Projekte, Ausflüge, Workshops etc. initiiert. (Beispiele im Anhang).
• Veranstaltungen und Projekte von Jugendlichen
Förderung und Begleitung von Jugendlichen bei der Organisation, Durchführung und Evaluation ihrer eigenen Projekte und Veranstaltungen.
• Raumnutzung
Die Lounge und der Spielraum (Töggelikasten, Billard) stehen den Jugendlichen offen zur Verfügung. Bastelraum und Bandraum werden für gezielte Nutzungsinteressen zur Verfügung gestellt (mit kontrollierter Schlüsselabgabe und gemäss Vertragsbedingungen).
• Freiwilliges Engagement fördern
Es werden immer wieder Möglichkeiten geschaffen, dass Jugendliche sich freiwillig engagieren: Im offenen Treff selber und in Projekten der Kirchgemeinde.
• Öffentlichkeitsarbeit
Die Arbeit des offenen Jugendtreffs wird durch die VertreterInnen der Kirchgemeinde (Kirchenpflege, Mitarbeiterschaft) positiv in der Öffentlichkeit vertreten. Allfällige Schwierigkeiten werden offensiv angegangen und mit den Betroffenen das Gespräch gesucht.
• Niederschwelliges Beratungsangebot
Die Jugendlichen erhalten Unterstützung und Beratung in alltäglichen Situationen und Konflikten, beim Lernen oder bei beruflichen Themen. Heikle Themen wie Drogenkonsum oder Sexualität haben Platz und werden nicht tabuisiert.

6.2. Wirkungen
• Die Jugendlichen nehmen das Angebot des offenen Treffs wahr und verbringen ihre Freizeit gerne dort. Tragfähige und vertrauensvolle Beziehungen entstehen.
• Die Jugendlichen gestalten das animatorische Angebot aktiv mit und bringen Ideen ein. Sie sammeln dadurch positive Selbstwirksamkeitserfahrungen und lernen, sich aktiv für ihre Bedürfnisse einzusetzen. Sie erfahren Wertschätzung und Anerkennung
• Die Jugendlichen entdecken neue Aktivitäten und Wirkungsfelder.
• Die Jugendlichen übernehmen Verantwortung und stärken ihre Selbständigkeit.
• Die Jugendlichen setzen sich mit ihrem Verhalten, mit Drogenkonsum, Umgang mit Konflikten etc. aktiv auseinander.
• Die Verbindlichkeit der Jugendlichen wird gefordert und gefördert.
• Es werden gemeinschaftliche Werte vermittelt – besonders auch die Vermittlung zwischen verschiedenen Glaubensorientierungen, Nationalitäten und sozialen Milieus.
• Selbst- und Sozialkompetenzen werden gefördert.
• Ordnungssinn, Teamfähigkeit, Einhalten von Regeln usw. werden eingeübt und gefördert.
• Einsatzfreude und Lernbereitschaft werden unterstützt.
• Die Jugendlichen identifizieren sich mit der Gruppe im Treff
• Die Jugendlichen erfahren auf positive Weise eine Einbindung in die Kirchgemeinde.
• Die Jugendlichen erfahren Unterstützung und Akzeptanz, das Selbstvertrauen wird gestärkt.

7. Arbeitsprinzipien
Der offene Jugendtreff richtet sich nach den Grundprinzipien der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, welche im Grundlagenpapier des DOJ beschrieben sind. Diese Prinzipien sind: Offenheit, Freiwilligkeit, Bildung und Partizipation.

7.1 Offenheit
Für den offenen Jugendtreff bedeutet dies: Niemand wird aufgrund von seinem/ihrem soziokulturellen Hintergrund ausgeschlossen. Der offene Jugendtreff soll bewusst niederschwellig sein und so den christlich-jesuanischen Grundsatz der Akzeptanz und des Respekts allen Menschen gegenüber umsetzen. Wir pflegen aber bewusst eine reformierte Identität: Mit Vermittlung von christlichen Werten und Angeboten wie Jugendgottesdiensten und freiwilliger Mitarbeit bei kirchlichen Veranstaltungen. Wir möchten auf einladende Weise den Jugendlichen etwas vom Glauben und dem kirchlichen Leben aufzeigen.

7.2 Freiwilligkeit
Der offene Jugendtreff setzt auf Freiwilligkeit.

7.3 Bildung
Im offenen Jugendtreff bieten sich vielfältige Lernchancen und -gelegenheiten. Im Gestalten der Abläufe, Regeln, Gruppendynamik und gemeinsamen Projekte werden aus Fehlern, Schäden, Konflikten etc. Lernchancen gemacht und der Umgang mit Problemen geschult. Die Lernmöglichkeiten beim Umsetzen von Ideen, Einbringen eigener Begabungen, Übernehmen von Aufgaben und Verantwortung, sind breit und vielfältig.

7.4 Partizipation
Im offenen Jugendtreff gibt es verschiedene Möglichkeiten der Partizipation. Die Jugendlichen können im bereits vorgegebenen Rahmen Aufgaben übernehmen («Ämtli»). Sie können innerhalb animatorischer Angebote ihre Ideen und Begabungen einbringen (z.B. im Filmprojekt, Musik im Jugendgottesdienst). Sie können eigene Projektideen entwickeln und umsetzen und bei der Entwicklung und Umsetzung der Rahmenbedingungen im Jugendtreff mitbestimmen.

8. Regeln und Massnahmen
Der offene Jugendtreff hat bestimmte Regeln und Grundsätze, deren Einhaltung durchgesetzt wird.

9. Organisation
9.1. Leitung:
Der Jugendtreff wird durch den/die JugendarbeiterIn der reformierten Kirchgemeinde Wädenswil geleitet. Nach Bedarf stehen ihm weitere Leitungspersonen zur Seite, die durch die Kirchgemeinde entlöhnt werden. Die Leitungspersonen sind dem Leiter des Ressorts «Kind, Jugend und Familie» Rechenschaft schuldig.

9.2. Vernetzung:
Die Leitungsperson des Jugendtreffs ist mit den verschiedenen Organisationen und Behörden, die mit dem Thema «Jugend» befasst sind, vernetzt. (Städtische Jugendarbeit, Schulsozialarbeit, Sozialdienst, Polizei, Lehrpersonen etc.)

9.3. Personal
Die Basis für eine gute und professionelle Arbeit bilden die Mitarbeitenden der Jugendarbeit. Die Professionalität ist ein besonderes Qualitätsmerkmal. Jugendarbeit baut auf Kontakt- und Beziehungsarbeit auf. Deshalb ist es wichtig, dass die Mitarbeitenden in der Lage sind, sich ständig mit ihren Arbeitsprinzipien, Rollen, Menschenbildern und Wertvorstellungen auseinanderzusetzen und ihr sozialpädagogisches Handeln zu hinterfragen und reflektieren. Als Grundhaltung sollen Wertvorstellungen und Haltungen wie Ehrlichkeit, Respekt, Toleranz, Identität und Solidarität dienen. Die Mitarbeitenden sind in der Lage, flexibel und angemessen auf neue Entwicklungen zu reagieren und sind in der Lage, selbst neue Handlungsweisen zu entwickeln.

9.4. Finanzen
Die Finanzierung des Offenen Jugendtreffs wird durch die reformierte Kirchgemeinde Wädenswil gewährleistet. Sie umfasst Personalkosten, Räumlichkeiten, Arbeitsmaterial. Für besondere Projekte sind Fundraising-Aktionen durch die Jugendlichen möglich.

10. Qualitätssicherung
Ein wichtiger Qualitätshinweis der Jugendarbeit ist das kontinuierliche Reflektieren und Evaluieren der Zielvorgaben. Dies geschieht in regelmässigen Teamsitzungen und bei der Berichterstattung an den Ressortleiter. Hierzu wird das Quali-Tool des Dachverbands offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz (DOJ) genutzt. Beim „Quali-Tool“ werden Qualitätskriterien und Wirkungsziele definiert und dokumentiert. Diese Darstellung erleichtert die Sichtbarkeit nach aussen, und die regelmässige Überprüfung der Zielsetzungen.
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