Chäsus versteckte sich auf dem Baum

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Chäsus? Wer ist denn das? Kennen Sie diesen Namen in der Bibel? Ja, zugegeben, die Namen der Bibel sind uns nicht alle so geläufig. Es gibt auch keinen Chäsus, sondern es war Zachäus, der sich auf dem Baum versteckt hatte. Warum wohl?
Katja Wildberger
Zachäus war ein kleiner Mann und konnte Jesus deshalb wegen der vielen Leute nicht sehen. Deshalb entschied er sich, auf einen Baum hinauf zu klettern, wo er wusste, dass Jesus vorbei kommen würde. Da er aber mit den Römern zusammen arbeitete, war er bei der Bevölkerung verhasst. Deshalb wäre es ihm peinlich gewesen, wenn er in dem Baum oben entdeckt worden wäre. Jesus kam nun tatsächlich mit seinen Freunden bei diesem Baum vorbei. Was geschah nun wohl?

Die Kinder mussten in vier verschiedenen Gruppen einen Schluss der Geschichte heraus finden und spielen. In allen Schlussteilen kam Zachäus vom Baum herunter und stand vor Jesus. Bei zwei Ausgängen wurde Zachäus von den Umstehenden verprügelt, und Jesus musste eingreifen.

In der Bibel lesen wir den Schluss der Geschichte so, dass Jesus Zachäus hinunterrief, und zwar bei seinem Namen. Dazu sagte er ihm, dass er mit seinen Freunden bei ihm Zuhause einkehren wolle. Zachäus war so erstaunt und erfreut darüber, dass er sogleich den Baum hinunterkletterte. Er, der keine Freunde hatte, der den Leuten Geld klaute, der mit den Römern zusammen arbeitet und beim Volk verhasst ist. Er wird beim Namen gerufen und zu ihm möchte Jesus kommen. Wow! Diese Liebe und Annahme von Jesus berührte Zachäus so sehr, dass er sein Leben veränderte. Die Hälfte seines Geldes gab er den Armen, und wem er etwas gestohlen hatte, gab er es vierfach zurück.

Diese und viele weitere Geschichten durften wir in diesem Lager zusammen erleben, hören oder spielen. Dabei wurde immer wieder ersichtlich, welche Kraft Gottes Geist hat, Leben zu verändern und wie anders Jesus oft gehandelt hatte, als es die Frommen zur damaligen Zeit erwartet hätten. Möge diese Kraft auch immer wieder erfassen und in uns gute Frucht entstehen lassen: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Selbstbeherrschung und Sanftmut.

Danke allen Leiterinnen und der Köchin, die uns trotz Corona-Hindernissen sehr verwöhnt hat.
Sommerlager
17.07.2020
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