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Esther Lenherr

Ein kommentiertes Orgelkonzert am kommenden Freitag

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Esther Lenherr spielt am Freitag, den 28. September um 19:00 Uhr an der klangvollen Späth-Orgel ein Konzert mit Orgelwerken von Frühbarock bis Spätromantik der Komponisten und Komponistinnen Nicolaus Bruhns, Johann Sebastian Bach, Emma Louise Ashford, Clara Schumann und Louis Vierne. Freier Eintritt – Kollekte
Das Instrument, welches wie immer im Orgelkonzert einen grossen Anteil an den vielfältigen Klängen hat, ist nun schon bald 20 Jahre alt und hat von ihrem Charme natürlich noch gar nichts eingebüsst. Für ein so hochwertig gebautes Instrument, wie unsere Wädenswiler Orgel, ist 20 Jahre natürlich noch kein Alter. Bei guter Pflege und in kriegslosen Zeiten überdauert eine solche mechanische Orgel gerne mehrere Jahrhunderte. Es bleibt dann die Frage offen, ob der Musikgeschmack dies auch so lange aushält. Dass dieser sich schnell ändert, lässt sich auch aus der Orgelmusik hören.

Das Konzertprogramm beinhaltet Musik aus vier Jahrhunderten. Nicolaus Bruhns hat leider nur wenig Orgelmusik komponiert, weil er mit 31 Jahren bereits verstarb. Seine Präludien sind virtuos und üppig, dramatisch gar. Kein Wunder, sprachen spätere Kunstkritiker über das Zeitalter rund um 1700 etwas abschätzig von barock, was sinngemäss auch mit bizarr, merkwürdig oder ungleichmässig belegt war.
Johann Sebastian Bach gilt als der Vollender der musikalischen Barockzeit. Er hat den Überschwang seiner Lehrer und Vorgänger in höchster Kunstfertigkeit kanalisiert. Die Passacaglia mit abschliessender Fuge ist ein Beispiel für seine Kreativität innerhalb enger Grenzen. Regeln, und damit auch Regelmässigkeiten, haben Bach offenbar zur Hochform auflaufen lassen.

Nun ja, wenn von Lehrern und Kritikern die Rede ist, dann sind die Frauen tatsächlich nicht mitgemeint. Diese treten in der Musikgeschichte eher als Ehefrauen denn als Komponistinnen in Szene. In beidem Sinne ist uns heute Clara Schumann, geborene Wieck bekannt. Als Wunderkind und Virtuosin am Klavier und natürlich als Ehefrau von Robert. Ihre Komposition ist zart und fein.

Das wiederum lässt sich von der Orgelsymphonie des Monsieur Vierne nicht sagen. Fulminant steigt die Tonleiter zu Beginn des dritten Satzes empor, ein Überschwang an Vorwärtsdrang. Ja, hier sprechen wir von der Romantik. Der vierte Satz aus dieser Symphonie gräbt in der Tiefe, nachdem er zuvor den Himmel nach Wunderklängen abgesucht hat. Das Finale des Konzertes ist ein Ohrwurm, denn die Organistinnen und Organisten ringsum mit Inbrunst singen und sie alle können sich dabei das Grinsen nicht verkneifen. Eine Melodie, einfacher geht kaum, für Pedal geschrieben und dann so geschickt eingebettet und verarbeitet, dass es eine Freude ist!

Herzlich Willkommen zum Jahreskonzert an der Orgel
Ihre Organistin Esther Lenherr
Bereitgestellt: 22.09.2018     Besuche: 12 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch