Orgelrezital

Späth-Orgel der ref. Kirche Wädenswil<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-waedenswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>132</div><div class='bid' style='display:none;'>1248</div><div class='usr' style='display:none;'>23</div>

Späth-Orgel der ref. Kirche Wädenswil

Die Organistin Esther Lenherr spielt am Freitag, den 16. September 2016 ein Konzert an der wunderbaren Späth-Orgel und kommentiert die Musik kompetent und informativ.
Die zwei grossen Traditionen der Orgelmusik
Im Orgelrezital 2016 spielt Esther Lenherr ausschliesslich Werke aus der sogenannten Romantik, also aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die romantische Orgelmusik hat symphonischen oder, anders gesagt, orchestralen Charakter.

Komponisten und Musiker reisten schon seit der Barockzeit in Europa zu berühmten Lehrern oder Kollegen oder in inspirierende Städte. Und doch hat sich besonders die Orgelmusik in jeder Orgellandschaft bis ins 20. Jahrhundert hinein weitgehend selbständig entwickelt. Musik wurde für ein bestimmtes Instrument komponiert, die Instrumente waren nicht transportierbar, der Stil färbte sich sehr regional.

Es mag nach Klischee klingen, wenn die deutsche Orgelmusik als intellektuell, die französische hingegen als effektvoll bezeichnet wird. Die plakative Schubladisierung greift auch etwas kurz: die Orgelmusik von F. Mendelssohn-Bartholdy ist gleichzeitig schwungvoll und melodiös. Und das Prélude von M. Duruflé malt die Bögen in den sanftesten Klangfarben. Robert Schumann's Werke werden selten im Konzert gespielt, was zu bedauern ist. César Franck hingegen ist gerade für die Orgelmusik ein grosser Wert. Seine drei Choräle zählen zum Standardrepertoire.

Das Konzertprogramm vereinigt also vier ganz grosse Komponisten aus zwei unterschiedlichen Orgeltraditionen. Die Wädenswiler Orgel eignet sich insbesondere für die beiden deutschen Komponisten ideal. Wegen ihrer Grösse lassen sich auch die beiden französischen Werke vielversprechende realisieren. Die Organistin Esther Lenherr ist zudem bekannt für ihr Geschick des feinohrigen Einregistrierens und wird die passenden Farben zu den Werken für das Publikum ausarbeiten.

Freier Eintritt – Kollekte

Programm des kommentierten Konzertes:


Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809–1847)
Sonate Nr. IV in Bb-Dur, op. 65
Allegro con brio – Andante religioso – Allegretto – Allegro maestoso e vivace

Robert Schumann (1810–1856)
Aus: Studien für Pedalflügel, op. 56
Sechs Stücke in kanonischer Form
I Nicht zu schnell
II Mit innigem Ausdruck


César Franck (1822–1890)
Fantaisie, op. 16
Poco lento – Allegretto cantando – Adagio

Maurice Duruflé (1902–1986)
Prélude, Adagio et Choral varié sur le Veni Creator, op.
Bereitgestellt: 01.09.2016     
aktualisiert mit kirchenweb.ch