Klassen der 1. Oberstufe in unserer Kirche

1603-oberstufentag reformiert<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-waedenswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>325</div><div class='bid' style='display:none;'>4373</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>

Alle Klassen der 1. Oberstufe Wädenswil-Schönenberg-Hütten sollen erfahren, was die evangelisch-reformierte Kirche ausmacht: Was ist mit ihren Gebäuden, was macht ihren Glauben und ihr Wesen besonders? Dazu kamen sämtliche Klassen im Rahmen von 'Religion und Kulturen' für 90 Minuten zu Besuch.
Frank Lehmann
In der Kirche sehen die Jugendlichen die vier Eingänge und den kreuzförmigen Weg zum Taufstein: Alle Menschen kommen mit ihrem persönlichen 'Kreuz' in diese Kirche, mit allem, was das Leben schwer macht oder was krumm gelaufen ist. Der Taufstein erzählt dann vom Untertauchen und vor allem vom Wiederauftauchen! Ja, es geht um die Hoffnung, um die Auferstehung; schon jetzt, mitten im Leben.
Eine grosse Leiter führt zu einem 'himmlischen Korb' - aber eben nur fast. Der Mensch kann sich anstrengen, so sehr er will: Durch eigene Leistung und Anstrengung kommt er nie zum Heiligen und Göttlichen. Das war eine Wiederentdeckung der Reformatoren. Gott ist schon bei uns, wir müssen und können ihn uns nicht verdienen.

Im Kirchgemeindehaus ging es dann um die Bibel: Erst die Reformatoren haben - gegen grosse Widerstände der Mächtigen - die Bibel in die verständlichen Landessprachen übersetzt: Alle sollten wissen und verstehen, was da drin steht. Das war ziemlich revolutionär. Die Jugendlichen konnten in einem kleinen Quiz-Spiel entdecken, dass auch sie selbst biblische Texte in verschiedenen Übersetzungen erkennen und verstehen können.

Im Demokratie-Zimmer lernten die Jugendlichen, dass die reformierte Kirche als eine der wenigen Glaubensgemeinschaften überhaupt total demokratisch organisiert ist. Die Vor- und Nachteile davon konnten sie in verschiedenen Abstimmungen gleich selbst erfahren. Und ebenfalls typisch reformiert ist, dass Frauen und Männer auch in kirchlichen Dingen 100% gleichberechtigt sind. Das ist in kaum einer andern Religion oder Konfession der Fall.

Bei den Reformierten gibt es keine ausgewählten Heiligen und keine speziellen Priester. Alle sind wir heilig, weil wir Gott gehören, und alle dürfen wir Priesterinnen und Priester sein: Das heisst, dass das Heilige und Göttliche durch jeden einzelnen zum nächsten fliessen darf und muss. Mit Tennisbällen, die in einer kunstvollen Staffette durch sämtliche Hände im Kreis herumflogen, durften wir diesen Gedanken ganz handfest erleben.

Am Schluss senkte sich der Korb in der Kirche wie von Gottes Hand zu den Jugendlichen herab und alle durften mit einer süssen Stärkung auf den Heimweg gehen.
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Fotograf/-innen Frank Lehmann, Anita Gasser
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Bereitgestellt: 09.03.2016     
aktualisiert mit kirchenweb.ch